Prien fordert „differenzierte“ Betrachtung der Gen-Z-Proteste

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat dazu aufgerufen, die Gen-Z-Proteste „differenziert“ zu betrachten.

Es habe „weitestgehend friedliche Demonstrationen“ gegeben, in denen junge Menschen ihr Demonstrationsrecht in Anspruch genommen hätten, sagte sie am Montag dem Deutschlandfunk. Nach Ende der Demonstrationen habe es aber auch „Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen“, aber auch von anderen Personen gegeben, „die wohl auch aus migrantischen Milieus stammen“. Damit griff Prien eine zuvor unter anderem auch von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verwendete Formulierung auf.

Die Frage, ob sie selbst auf einer der Demonstrationen mit Protestlern ins Gespräch gekommen sei, verneinte die Bundesbildungsministerin und verwies auf den bereits stattfindenden Dialog mit Jugendverbänden, mit der Bundesschülerkonferenz sowie mit anderen Jugendorganisationen. Es gehe „ja weniger um Symbolik als mehr um konkrete Dinge, die sich verändern sollen“, sagte Prien.

Die CDU-Politikerin betonte zudem, es sei wichtig, den jungen Leuten zuzuhören, es gebe „schon Dinge, über die man sich als junger Mensch heute Sorgen machen muss“. Das gelte vor allem, „weil wir eben in einer Gesellschaft leben, in der es immer weniger Junge gibt und immer mehr Alte“. Und man müsse sehr aufpassen in der politischen Schwerpunktsetzung, dass man nicht zu sehr zugunsten der Alten und zu wenig zugunsten der Jungen handele, auch bei der Verteilung von Ressourcen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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