Iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi warnt vor neuer Gewaltwelle des Regimes

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi wirft der Führung in Teheran vor, sie mit dem Tod zu bedrohen. Beamte des Geheimdienstministeriums hätten sich direkt an ihren Anwalt gewandt, sagte sie dem „Spiegel“. „Sie wollten damit offenbar demonstrieren, dass die Drohungen ernst gemeint sind. Es gibt für sie keine Grenzen mehr.“

Im Juni führten die Islamische Republik und Israel zwölf Tage lang Krieg gegeneinander. Seither habe das iranische Regime die Repressionen gegen Oppositionelle weiter verschärft, sagte Mohammadi. „Wir hören aus allen Landesteilen, dass Menschen unter dem Vorwurf vermeintlicher Spionage willkürlich festgenommen werden. Oft wissen weder ihre Familien noch ihre Anwälte, wo sie sind. Wir erleben eine neue Welle an Gewalt, Folter, Hinrichtungen.“

Mohammadi sieht das Regime in der Defensive: „Im militärischen Bereich, vor allem bei der Entwicklung von Nuklearwaffen, ist die Islamische Republik geschwächt. Das ist eine Tatsache.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Neue Schnäppchen für flexible Reisende: Bahn bietet ab Mai Last-Minute-Tickets ab 6,99 Euro

    Die Deutsche Bahn will im Fernverkehr künftig auch Last-Minute-Tickets anbieten.„Mit diesem komplett neuen Angebot für die Züge des Fernverkehrs bieten wir Sicherheit und bezahlbare Mobilität“, sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson den…

    SPD-Generalsekretär Klüssendorf macht wöchentliche Höchstarbeitszeit von digitaler Zeiterfassung abhängig

    SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf macht die Umsetzung der digitalen Arbeitszeiterfassung zur Bedingung für die Möglichkeit einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit.„Die SPD ist offen für Flexibilität, allerdings unter der Bedingung, dass keine…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert