Studie: 20 Prozent der Muslime verspüren Ressentiments

Rund 20 Prozent der Muslime in Deutschland empfinden laut einer Studie der Universität Münster Ressentiments, die in Kombination mit anderen Faktoren eine Radikalisierung begünstigen könnten.

Das teilten die Forscher am Mittwoch mit, die über vier Jahre hinweg knapp 1.900 Muslime befragt hatten. Dabei betonten sie, dass nicht jeder mit solchen Gefühlen automatisch radikal werde, warnten aber vor der gezielten Ansprache durch Islamisten.

Die Studie zeigt, dass Kränkungsgefühle und Diskriminierungserfahrungen besonders dann zu Ressentiments führen, wenn sie pauschale Urteile über den Islam betreffen. Ein Mangel an Kontakten zu Nicht-Muslimen und religiöser Fundamentalismus verstärken diese Tendenz. Die Forscher raten zu mehr Anerkennung und Teilhabe, etwa durch islamischen Religionsunterricht oder Projekte in Sozialen Medien.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bevölkerung Deutschland schrumpft bis 2045 auf 81,8 Millionen: Studie zeigt große regionale Unterschiede

    Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft wieder, wobei sich die Regionen sehr unterschiedlich entwickeln. Das geht aus der neuen Studie „Demografische Lage der Nation“ hervor, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und…

    Brandenburger SPD und CDU wollen CO₂-Speicherung per Landesgesetz ermöglichen

    Die Fraktionen von SPD und CDU im Brandenburger Landtag wollen Brandenburg zu einem Vorreiter beim Aufbau einer modernen CO₂-Infrastruktur machen. Das teilten die SPD-Fraktion und die CDU-Fraktion am 6. Oktober…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert