GdP-Chef Kopelke fordert strengeres Waffengesetz nach Amoklauf in Graz

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Graz fordert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, strengere Regeln im deutschen Waffengesetz. „Wir wollen ein einfacheres und strengeres Waffenrecht, um Schusswaffen und Messer aus der Öffentlichkeit zu verbannen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Insgesamt sei das deutsche Waffenrecht zu komplex und unverständlich. „Insbesondere bei Schreckschusspistolen, bei Anscheinswaffen, aber auch bei Messern und anderen Waffen brauchen wir ein viel strengeres Waffengesetz“, sagte Kopelke der Zeitung. Konkret forderte er, dass schon für den Besitz von Schreckschusswaffen künftig ein Waffenschein nötig ist.

Derweil sprach sich der stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Eike Bone-Winkel, für „verständliche und praxistaugliche Regeln“ im Waffenrecht aus. Er sagte: „Wir brauchen vor allem eine konsequentere Entwaffnung von Extremisten und Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Wenn diese legal Waffen besitzen, zeigt das vor allem ein gefährliches Vollzugsdefizit.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Streckensanierung Berlin-Hamburg: SPD und Union fordern von der Deutschen Bahn bessere Kommunikation und Planung

    Verkehrspolitiker von SPD und CDU haben die Deutsche Bahn aufgefordert, Probleme bei der Sanierung von Bahnstrecken künftig offener zu benennen. „Bei aller Erleichterung über das Ende der Umleitungen dürfen wir…

    Schwedische Streitkräfte fangen zwei russische Kampfflugzeuge über der Ostsee ab

    Die schwedischen Streitkräfte haben am Freitag zwei russische Kampfflugzeuge abgefangen, die sich über dem südlichen und nördlichen Teil der Ostsee dem schwedischen Luftraum näherten. Dieser wurde letztlich nicht verletzt, teilte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert