Dax startet mit Verlusten – Unsicherheit durch Trumps G7-Abreise belastet Börsen

Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Dienstag zunächst deutliche Kursverluste verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der Dax mit rund 23.340 Punkten berechnet, ein Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Beiersdorf, Porsche und Brenntag, am Ende die Deutsche Telekom, Bayer und Rheinmetall.

„Donald Trumps vorzeitige Abreise vom G7-Gipfel ist auch für die Börsen schwer zu deuten“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Im besten Fall will sich der US-Präsident einer diplomatischen Lösung widmen und unmittelbar in Gespräche mit den Kriegsparteien eintreten.“ Solange aber nicht klar sei, was der US-Präsident plane, sei die Unsicherheit hoch. „Entsprechend skeptisch reagieren die Börsen deshalb auf die vorzeitige Abreise.“

Der Dax hatte seinen Negativtrend am Vortag durchbrochen und nach sechs Minus-Tagen in Serie erstmals wieder im Plus geschlossen. „Im aktuellen Umfeld ist es für den Dax allerdings schwierig, viel Eigenleben zu erzeugen“, so Altmann. „Die militärischen Konflikte schweben im Moment über allem und geben weltweit die Richtung an den Börsen vor.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1554 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8655 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 73,33 US-Dollar; das waren 10 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Börsen legen deutlich zu: Dow steigt um ein Prozent, Goldpreis erreicht 4.617 Dollar

    Die US-Börsen haben am Freitag deutlich zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 53.277 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum vorherigen…

    Deutschland und vier EU-Staaten verhandeln mit Ruanda über Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber

    Die Bundesregierung und vier weitere EU-Länder verhandeln mit Ruanda über die Einrichtung von Zentren für die Abschiebung abgelehnter Asylsuchender. Das berichten der „Spiegel“ und das ARD-Magazin „Report Mainz“.Kommende Woche wird…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert