Mecklenburg-Vorpommern will gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt einen Antrag gegen Antifeminismus auf der Konferenz der Gleichstellungsminister einbringen. Das teilte Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt mit.
Der Antrag soll sich gegen gezielte Stimmungsmache richten.
Laut Bernhardt beobachtet die Landesregierung eine Zunahme von Frauenfeindlichkeit, sexueller Gewalt sowie Online-Hetze. Die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 zeige, dass etwa jede vierte Person in Deutschland ein geschlossen antifeministisches Weltbild habe – fünf Jahre zuvor lag der Anteil noch unter 20 Prozent.
Dies gefährde demokratische Strukturen und Gleichstellungsprojekte.
Die Ministerin betonte, dass Antifeminismus oft als ‚Meinung‘ getarnt werde, tatsächlich aber zu Diffamierungen und Bedrohungen führe. Besonders betroffen seien Politikerinnen, Gleichstellungsbeauftragte und Wissenschaftlerinnen.
Die Konferenz der Gleichstellungsminister findet am 26. und 27. Juni in Essen statt.
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