Grüne kritisieren Verschiebung von Verkehrsmitteln in den Wehretat – Bundesrechnungshof warnt

Die Grünen sehen in der Haushaltsaufstellung für 2025 eine fragwürdige Verschiebung von sachfremden Ausgaben in den Wehretat. „Die Verschiebung der Mittel aus dem Verkehrsetat in den Verteidigungsetat wirkt wie ein Verschiebebahnhof“, sagte der Grünen-Haushälter Sebastian Schäfer dem „Spiegel“.

Es geht um 1,2 Milliarden Euro für „militärische Verkehrsinvestitionen“, die aus dem Budget für die Bundeswehr bezahlt werden sollen. Damit wird laut Haushaltsplan der „gesteigerten Verteidigungsrelevanz“ der Infrastruktur Rechnung getragen, konkret geht es um Mittel für die Autobahn und den Schienenbau.

Erst im Mai mahnte der Bundesrechnungshof, der Verteidigungsetat dürfe nicht um „verteidigungsfremde Ausgaben“ erweitert werden. So liege der „Hauptzweck einer Autobahnbrücke, auch wenn über sie Militärtransporte rollen können, nicht in der Verteidigungsfähigkeit“. Schäfer fordert das Wehrressort auf, zu erklären, wie die Verkehrsinvestitionen der Sicherheit Deutschlands dienen sollen. Laut Ministerium werden die konkreten Projekte derzeit noch „ressortübergreifend abgestimmt“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Nach CSD-Anschlag: CDU-Politiker Krings spricht von falscher Prioritätensetzung bei Grundgesetz-Änderung

    Die Union ist gegen eine Ergänzung des Merkmals „sexuelle Identität“ im Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes. Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte der „Rheinische Post“ für deren Mittwochausgabe: „Wer nach dem islamistischen Anschlag…

    Dax legt zu bei stabiler Marktstimmung – Rheinmetall und Automobilaktien treiben Index

    Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.455 Punkten berechnet, dies…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert