BSW kritisiert Pläne für Mindestlohn-Ausnahme bei Saisonarbeit

Der Brandenburger BSW-Abgeordnete André von Ossowski hat Pläne scharf kritisiert, Saisonarbeitskräfte aus dem Mindestlohn herauszunehmen. „Wer jetzt ernsthaft überlegt, Saisonkräfte aus dem Mindestlohn herauszunehmen, betreibt knallhartes Lohndumping auf dem Rücken der Schwächsten“, teilte von Ossowski mit. Dies sei ein sozialpolitischer Rückschritt, den man nicht hinnehmen dürfe.

Von Ossowski erinnerte daran, dass Arbeitnehmer in der Landwirtschaft beim Mindestlohn von Anfang an benachteiligt worden seien – im Osten sogar noch mehr als im Westen. „Jetzt wieder an den Löhnen der Erntehelfer zu sägen, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die unsere Lebensmittelversorgung sichern“, sagte er.

Besonders empört zeigte sich der Politiker über die Argumentation, ausländische Saisonkräfte hätten keinen Lebensmittelpunkt in Deutschland.

„Die Landwirtschaft braucht unbedingt Unterstützung. Aber nicht, indem man die härteste Arbeit noch billiger macht“, so von Ossowski abschließend.

Wer beim Mindestlohn für Saisonkräfte kürze, gieße Öl ins Feuer der sozialen Spaltung und handele zutiefst ungerecht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    NRW-Ministerin Neubaur kritisiert Bundesregierung: Zu zaghaftes Vorgehen gegen Sabotageakte auf kritische Infrastruktur

    Die Energieministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur (Grüne), wirft der Bundesregierung vor, „viel zu zaghaft“ auf die Sabotageakte auf Umspannanlagen reagiert zu haben. Die hybride Bedrohung sei real,…

    Dax schließt fester: Volkswagen treibt Index nach Stellenabbau-Plan

    Zum Wochenausklang hat der Dax noch einmal etwas zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 26.046 Punkten und damit 0,2 Prozent höher als am Vortag. Auf Wochensicht verbleibt aber ein…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert