Elterngeld 2024: Väter beziehen häufiger Höchstbetrag als Mütter – Durchschnittsbeträge und Bezugsdauer im Vergleich

Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Väter, die im Jahr 2024 Elterngeld bezogen haben, hatten im ersten Bezugsmonat Anspruch auf den monatlichen Höchstbetrag von 1.800 Euro Basiselterngeld beziehungsweise 900 Euro Elterngeld Plus. Unter den Müttern bezog jede achte (zwölf Prozent) im ersten Elterngeldmonat den Elterngeld-Höchstbetrag, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.

Insgesamt hatten 17 Prozent der Eltern Anspruch auf den Höchstbetrag. Anspruch auf den Höchstbetrag haben Personen, die vor der Geburt ein durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen abzüglich pauschaler Steuern und Sozialabgaben von mindestens 2.770 Euro hatten. Einen Elterngeldanspruch in Höhe des Mindestbetrags von 300 Euro Basiselterngeld beziehungsweise 150 Euro Elterngeld Plus wiederum erhielten 21 Prozent der Eltern – bei Männern waren es sieben Prozent der Empfänger und bei Müttern gut ein Viertel (26 Prozent).

Väter erhielten 2024 im Schnitt 1.337 Euro Elterngeld pro Monat, Mütter mit durchschnittlich 830 Euro pro Monat deutlich weniger. Hierfür gab es zwei Gründe: Zum einen waren Väter vor der Geburt häufiger erwerbstätig (96 Prozent) als Mütter (76 Prozent). Zum anderen lag das Einkommen, das zur Berechnung des Elterngeldes diente, bei erwerbstätigen Vätern im Schnitt mit 2.344 Euro deutlich über dem der erwerbstätigen Mütter (1.789 Euro).

Bei der Gesamthöhe ergibt sich ein umgekehrtes Bild: Väter, die im Jahr 2024 Elterngeld bezogen, beanspruchten insgesamt durchschnittlich 4.185 Euro Elterngeld. Damit lagen sie weit unter dem Durchschnitt der Mütter von 11.462 Euro. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass Väter in der Regel deutlich kürzer Elterngeld beziehen als Mütter: Die durchschnittliche voraussichtliche Bezugsdauer bei Vätern lag bei 3,8 Monaten. Die der Mütter war mit 14,8 Monaten fast viermal länger.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Umfrage: Knapp die Hälfte der Bundesbürger hält Carsten Linnemann als Gesundheitsminister für ungeeignet – Kabinettsumbildung stößt auf Skepsis

    Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stößt als designierter Bundesgesundheitsminister auf große Skepsis. Etwas weniger als ein Viertel der Befragten, nämlich 23 Prozent, hält ihn für dieses Amt geeignet, fast die…

    Nach CSD-Anschlag: CDU-Politiker Krings spricht von falscher Prioritätensetzung bei Grundgesetz-Änderung

    Die Union ist gegen eine Ergänzung des Merkmals „sexuelle Identität“ im Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes. Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte der „Rheinische Post“ für deren Mittwochausgabe: „Wer nach dem islamistischen Anschlag…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert