Studie zeigt: Schwache Infrastruktur treibt AfD-Erfolg voran

In Regionen mit einer höheren Kitabetreuungsquote, einem gut ausgebauten Breitbandnetz und einer höheren Schulbildung erhielt die AfD weniger Zweitstimmen. Das zeigt eine neue Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach konnte die Partei ihre höchsten Stimmenanteile und Zugewinne vor allem in strukturschwachen, ländlichen Regionen in Ostdeutschland erzielen. Auch in den altindustriell geprägten Städten in Westdeutschland wuchs die AfD-Unterstützung, bei gleichzeitig niedriger Wahlbeteiligung. Und: Dort, wo es einen hohen Altenquotienten, einen niedrigen Frauenanteil oder eine als schlechter empfundene Gesundheitsversorgung gibt, erhielt die AfD viele Stimmen.

Die Autoren der Studie empfehlen daher unter anderem eine vorausschauendere Investitionspolitik. Die Menschen dürften nicht das Gefühl bekommen, man lasse sie im Stich, sagte Martin Schulz, Vorsitzender der FES und ehemaliger SPD-Chef zu den Ergebnissen der Studie: „Die öffentliche Versorgung kaputtzusparen, ist Gift für unsere Demokratie.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Deutsche Arbeitskosten 2025: 45 Euro pro Stunde – 29 Prozent über EU-Durchschnitt

    Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland haben im Jahr 2025 durchschnittlich 45,00 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde gezahlt.Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, zahlten deutsche…

    Italo startet ab April 2028 Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland und fordert die Deutsche Bahn heraus

    Der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo will von April 2028 an auf deutschen Schienen unterwegs sein und mit blauen Zügen den ICEs der Deutschen Bahn Konkurrenz machen.Das kündigte Chairman Luca Cordero di…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert