Lars Feld sieht positive Effekte im US-EU-Zollstreit für Energie und Rüstung

Der Wirtschaftsweise Lars Feld sieht in bestimmten Aspekten des Zollstreits zwischen den USA und der Europäischen Union durchaus positive Effekte. Höhere Energieimporte aus den Vereinigten Staaten könnten Europa dabei helfen, sich schneller von russischem Öl und Gas zu lösen, schreibt der Ökonom in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Auch zusätzliche Rüstungsimporte aus den USA bewertet der Ökonom weniger kritisch. „Die europäische Rüstungsindustrie ist an ihrer Kapazitätsgrenze“, so Feld. Um die Verteidigungsfähigkeit kurzfristig zu stärken – vor allem in Deutschland – sei militärisches Gerät aus den USA notwendig.

Die höhere Abhängigkeit von US-Energie und -Rüstung habe zudem eine politische Dimension. „In dieser Hinsicht rücken die USA und die EU enger zusammen“, sagte Feld. Während Trumps Zollpolitik Spaltungspotenzial berge, seien Energie- und Rüstungsabkommen der „Kitt für einen weiteren Zusammenhalt“ des Westens – ein Signal, das auch China und Russland wahrnehmen würden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bericht: Lufthansa bereitet sich wegen Kerosinmangel auf Grounding von bis zu 40 Flugzeugen vor

    Die Lufthansa bereitet sich wegen der sich zuspitzenden Treibstofflage offenbar auf das Grounding von bis zu 40 Flugzeugen vor. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf interne Äußerungen von Konzernchef…

    Bundesumweltministerium hält Gifteinsatz gegen Eichenprozessionsspinner unter strengen Auflagen für möglich

    Das Bundesumweltministerium hält den Einsatz von Gift gegen den Eichenprozessionsspinner unter strengen Bedingungen für möglich.Grundsätzlich sei der Einsatz von Biozidprodukten und Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an Bäumen nur dann…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert