DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt fordert Landtransporte statt Luftabwürfe für Gaza-Hilfe

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, hält den Abwurf von humanitären Hilfen aus der Luft für ein schlechtes Mittel und hat stattdessen für Transporte auf dem Landweg in den Gazastreifen plädiert.

„An der Grenze zum Gazastreifen stehen Tonnen von humanitären Hilfsgütern auf hunderten Lastwagen, die auf dem Landweg direkt, effizient und sicher zu notleidenden Menschen kommen und bedarfsgerecht verteilt werden könnten, wenn sich die Konfliktparteien darauf einigen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe). „Die Konfliktparteien sollten dazu mit unparteiischen humanitären Organisationen zusammenarbeiten, um einen würdigen, effizienten und sicheren Zugang zu Hilfe für die Menschen zu gewährleisten, die diese dringend benötigen. Das wäre sicher der beste Weg, der als erstes angestrebt werden sollte.“

Luftbrücken seien immer nur die letzte Option, so Hasselfeldt. „Im Rahmen von Luftbrücken besteht gerade in einem dicht besiedelten Gebiet die Gefahr von Verletzten. Zudem ist unwahrscheinlich, dass besonders hilfsbedürftige Menschen, wie Verwundete und Kinder, an ausreichend Hilfsgüter kommen.“

Die DRK-Präsidentin erklärte, es solle das „oberste Ziel aller Bemühungen sein, dass die Menschen einen stabilen und sicheren Zugang zu Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und Unterkunft haben“. Neben Lebensmitteln und Basishilfsgütern müssten auch „dringend medizinisches Gerät, Kommunikationsmittel und Fahrzeuge eingeführt werden, um umfassende Verbesserungen erzielen zu können“, so Hasselfeldt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Maritime Konferenz in Emden: Bundesregierung stellt Aktionsplan für Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit vor

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Mittwoch gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) die 14. Nationale Maritime Konferenz in Emden eröffnet.Zum Treffen der maritimen Wirtschaft in Deutschland wurden rund 800…

    Unicredit-Chef Orcel zeigt sich im Übernahmekampf um die Commerzbank unbeirrt: „Der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten“

    Der Vorstandsvorsitzende der Unicredit, Andrea Orcel, zeigt sich im Übernahmekampf um die Commerzbank unbeirrt. „Der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten“, sagte Orcel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).Er sei zuversichtlich, dass…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert