Bundeslandwirtschaftsminister rechnet trotz extremer Wetterlagen mit stabilen Lebensmittelpreisen

Trotz extremer Wetterlagen in diesem Jahr mit Hitze und Dauerregen rechnet Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) nicht mit Versorgungsengpässen oder Preissteigerungen bei Lebensmitteln. „Wir werden alle Produkte haben, dafür sorgen unsere Landwirte. Ob sie teurer werden, das vermute ich jetzt nicht“, sagte Rainer der „Bild am Sonntag“.

„Auch der Bauernverbandspräsident geht von einer durchschnittlichen Ernte dieses Jahr aus.“ Schwierige Bedingungen für die Landwirte räumte der Minister jedoch ein: „Eigentlich brauchen wir den Regen, aber jetzt, gerade in der Getreideerntezeit, ist das natürlich schwierig.“ Die Landwirte würden aber grundsätzlich wissen, dass sie mit dem Wetter umgehen müssen.

Einer Preisbremse für Lebensmittel erteilte Rainer trotz der Inflation der letzten Jahre eine klare Absage: „Es stimmt, die Lebensmittelpreise sind in den letzten Jahren gestiegen – auch überproportional zur Inflation.“ Dennoch sollte man nicht in den Markt eingreifen. „Es wäre falsch, wenn wir hier eine Preisbremse machen würden.“

Auch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf einzelne Produkte lehnt der CSU-Politiker ab: „Ich denke nicht, dass der Finanzminister glücklich ist, wenn die Einnahmen hier wieder geschmälert werden. Man muss auch wissen: Bund, Länder und Kommunen sind an der Umsatzsteuer beteiligt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Importpreise im März deutlich gestiegen

    Die Importpreise in Deutschland sind im März um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Das war der stärkste Anstieg seit Februar 2025, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.…

    SPD-Generalsekretär Klüssendorf: Reichensteuer muss um mindestens zwei Prozentpunkte steigen – Soli-Streichung abgelehnt

    Die SPD erwägt, den Reichensteuersatz früher greifen zu lassen und lehnt eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags entschieden ab. „Aus meiner Sicht muss der Reichensteuersatz um mindestens zwei Prozentpunkte erhöht werden und…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert