In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Stefanie Drese insgesamt 126 Menschen an EHEC erkrankt, darunter 65 bestätigte Fälle und 61 Verdachtsfälle. Die Ministerin teilte mit, dass im Vergleich zum Vortag keine neuen Verdachtsfälle in dem Bundesland gemeldet wurden.
Bei 13 Fällen, die zunächst als Verdacht galten, konnte die Infektion mit dem Serotyp O45:H2 nun bestätigt werden.
Experten von Bund, Ländern und Kommunen gehen nach ihrer wöchentlichen Lagebesprechung nicht mehr von einem akuten Ausbruchsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern aus. Die Dynamik habe sich in den letzten drei Wochen nach Nordrhein-Westfalen verlagert, wo nach Analyse des Robert Koch-Instituts der gleiche Erregerstamm grassiert.
Die Fälle in Nordrhein-Westfalen stehen laut Drese nicht mit einem Aufenthalt oder einer Ansteckung in Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung.
Als Ursache des Ausbruchs vermuten die Fachleute eine Kontamination am Anfang von Lebensmittelproduktionsketten, da bisher kein konkretes Lebensmittel identifiziert werden konnte. Die Behörden konzentrieren sich nun auf die Nachverfolgung der Lieferketten, unterstützt durch Probenentnahmen, Fall-Befragungen und Labortypisierungen.
An den Untersuchungen sind das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung beteiligt.

