Bericht: Krankenkassen-Zuzahlungen sollen um 50 Prozent steigen – Gesundheitsministerin erwägt Erhöhung

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwägt offenbar, zum Stopfen der Milliarden-Löcher in der gesetzlichen Krankenversicherung die Zuzahlungen der Versicherten unter anderem für Medikamente deutlich anzuheben. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichtet, sehen die Pläne der Ministerin vor, alle Zuzahlungen pauschal um 50 Prozent zu erhöhen.

Damit müssten Versicherte zum Beispiel bei Medikamenten künftig 15 statt bisher 10 Prozent des Arzneimittelpreises zuzahlen. Der Mindestanteil stiege von 5 auf 7,50 Euro, der Maximalbetrag von 10 auf 15 Euro. Für eine Krankenhausbehandlung wäre pro Tag eine Zuzahlung von 15 statt 10 Euro fällig.

Union und SPD hatten sich darauf verständigt, die Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung 2026 stabil zu halten. Die Zuzahlungen für die gesetzlich Versicherten haben ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Medikamente. Die aktuell gültigen Regeln waren 2004 eingeführt worden und gelten seitdem unverändert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    ZEW-Konjunkturerwartungen sinken im Oktober – Lageindikator steigt deutlich

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom Oktober 2026 verschlechtert. Sie liegen mit 28,1 Zählern um 6,6 Punkte unter dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung…

    Merz verspricht beim Investitionsgipfel in Berlin bessere Bedingungen für Unternehmen

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zum Auftakt des internationalen Investitionsgipfels in Berlin bessere Bedingungen für Unternehmen in Deutschland versprochen.„Es mag zwar einige Klischees über Deutschland geben – über die fleißige…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert