Streit um Mindestlohn-Erhöhung: BDA und SPD im Konflikt über Entscheidungsprozess

Nach dem Beschluss der Bundesregierung, den Mindestlohn zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro zu erhöhen, gibt es Streit zwischen der Arbeitgebervereinigung BDA und der SPD.

„Wenn jetzt einige so tun, als hätten sie mit am Tisch gesessen, ist das politische Wichtigtuerei“, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der „Bild“ mit Blick auf die SPD. Die Mindestlohnkommission habe unabhängig entschieden. Die Sozialpartner hätten ihre Unabhängigkeit dabei belegt – keine politische Partei hätte dabei mitentschieden.

Zuvor hatte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die Mindestlohn-Entscheidung als Sieg für seine Partei beansprucht. Er sprach von einer „deutlichen Erhöhung“, die „trotz der immer gleichen Widerstände“ durchgesetzt worden sei. Den Beschluss reklamierte er auch für die eigene Partei: „Das ist klar auf den gemeinsamen Druck von Gewerkschaften und Sozialdemokratie zurückzuführen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CDU-Arbeitnehmerchef Radtke nennt Audi-Auftritt bei Trump „verstörend und erbärmlich“

    Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, kritisiert den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump scharf. Dass deutsche Unternehmen im Ausland investierten, sei zunächst ein…

    Bundespolizei nimmt zwei Fußballfans fest

    Die Bundespolizei hat zwei Fußballfans verschiedener Vereine nach einer körperlichen Auseinandersetzung in Berlin-Mitte vorläufig festgenommen. Das teilten die Beamten am Montag mit. Nach ersten Ermittlungen waren die Anhänger von Hertha…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert