Bundeswehr nimmt Arrow-Luftverteidigungssystem in Betrieb

Die Bundeswehr hat am Standort Schönewalde das Arrow-Luftverteidigungssystem in Betrieb genommen, welches erstmals eine „territoriale Flugkörperabwehr“ ermöglicht. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mit. Das System erweitert demnach die bestehende Luftverteidigungsarchitektur um eine äußere Schale und bietet die Möglichkeit zur Frühwarnung und zum Schutz vor weitreichenden ballistischen Raketen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte, dass Deutschland mit dem neuen System seine zentrale Rolle im Herzen Europas stärke und Verantwortung übernehme. „Damit schützen wir also nicht nur uns, sondern auch unsere Partner. Wir stärken damit den europäischen Pfeiler der Nato und übernehmen ein Nato-Planungsziel.“

Das Arrow-System, welches in einer israelisch-amerikanischen Kooperation entwickelt wurde, besteht aus einem Kontrollzentrum, Radargeräten und Abschussvorrichtungen. Es wird in den kommenden Monaten und Jahren weiter ausgebaut, um eine optimale Abdeckung des gesamten Territoriums der Bundesrepublik zu gewährleisten. Weitere Einzelheiten unterliegen der militärischen Geheimhaltung.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD-Parteitag im Januar: Klingbeil mahnt SPD zu Geschlossenheit

    Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat von seiner Partei vor dem anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis zur Übernahme von Verantwortung gefordert. „Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen…

    Debatte um Steinmeier-Nachfolge: CSU positioniert Ilse Aigner als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt

    Vor dem Parteitag in München am kommenden Wochenende setzt die CSU in der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offensiv auf die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Kandidatin…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert