EU-Rat gibt grünes Licht für Mercosur

Nun ist es offiziell: Der EU-Rat hat grünes Licht für die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens gegeben. Nach einer informellen Abstimmung am Vormittag in Brüssel war eine Frist bis zum Nachmittag gesetzt worden, bis zu der die nationalen Regierungen das Votum ihrer Vertreter in Brüssel noch bestätigen mussten.

Hier gab es aber offenbar keine unangenehmen Überraschungen. Wie die EU-Kommission am späten Nachmittag mitteilte, ist der Weg für das Abkommen mit den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay nun vorerst frei.

Das Abkommen bedarf zwar noch der Zustimmung des Europäischen Parlaments und alle EU-Mitgliedstaaten müssen die Vereinbarung auch noch einmal ratifizieren – mit dem heutigen Beschluss wird die EU das Abkommen aber bereits unterzeichnen und große Teile der politischen und Kooperationskapitel vorläufig anwenden.

Die Vereinbarungen sehen unter anderem Zollsenkungen vor und eröffnen den Zugang zu neuen Märkten für eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen. Wichtige Sektoren wie Landwirtschaft, Automobilindustrie, Pharmazie und Chemie sollen nach Darstellung der EU „von verbesserten Handelsbedingungen profitieren“. Darüber hinaus enthält das Mercosur-Abkommen Bestimmungen zur Investitionsförderung und zum Abbau von Handelshemmnissen im grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel, insbesondere im Bereich digitaler und finanzieller Dienstleistungen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Investitionsschwäche in Deutschland: IW-Studie zeigt jedes fünfte Unternehmen ohne Investitionen

    Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland bleibt auf einem niedrigen Niveau. Laut einer bislang unveröffentlichten Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verzichtet derzeit jedes fünfte Unternehmen vollständig auf Investitionen,…

    Autoexperte Dudenhöffer: VW soll 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich einführen – Aufschwung in fünf bis sieben Jahren

    Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der 35-Stunden-Woche in der kriselnden deutschen Autoindustrie. Das Problem der hohen Produktionskosten könne man zumindest teilweise lösen, indem VW die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert