DIW-Präsident Fratzscher warnt vor Verteilungskampf in der Bundesregierung

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt vor wachsenden Verteilungskonflikten in der Bundesregierung fordert ein Ende des Streits um Sozial- und Rentenfragen. „Die Bundesregierung und alle drei Regierungsparteien sollten den Verteilungskampf beilegen und nun zügig faire und wirtschaftlich kluge Lösungen vorlegen“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“.

Hintergrund ist ein Vorschlag des CDU-Bundestagsabgeordneten und Haushaltspolitikers Andreas Mattfeldt, der in der „Bild“-Zeitung für eine höhere Rente für Handwerker plädiert hatte. Dazu sagte Fratzscher: „Es entbrennt zunehmend ein Verteilungskampf in der deutschen Politik, da alle nun realisieren, dass wir in Deutschland in den kommenden Jahren den Gürtel werden enger schnallen müssen. Jede der drei Regierungsparteien möchte im Verteilungskampf das eigene Klientel unterstützen.“

Der Streit scheine auch innerhalb der Bundesregierung „weiter zu eskalieren“, so der Ökonom. Fratzscher warnte: „Die Bundesregierung schadet sich selbst mit diesem Verteilungskampf am meisten, da sie handlungsunfähig wird und weiter Vertrauen verspielt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    VDAB fordert bessere Finanzierung der Verpflegung in Pflegeheimen – Kritik an zu geringen Tagessätzen

    Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) fordert eine bessere Finanzierung der Verpflegung in Pflegeheimen. „Frische und ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil guter Pflege und darf kein Sparposten sein“,…

    US-Börsen ohne klare Richtung: Dow mit Plus, Nasdaq mit Minus – Halbleiteraktien verlieren

    Die US-Börsen sind am Dienstag ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Der Dow stand am Ende bei 52.747 Punkten 1,0 Prozent höher als am Vortag, an der Technologie-Börse Nasdaq…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert