Dax startet mit Verlusten – Anleger nervös wegen Trumps Grönland-Forderungen und geopolitischer Spannungen

Der Dax ist am Dienstag mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.719 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Deutsche Telekom, Henkel und Adidas, am Ende RWE, Siemens Energy und Fresenius Medical Care.

Die Nervosität der Anleger angesichts der Grönland-Forderungen von US-Präsident Donald Trump dauert an. „Die Grönland-Thematik hat sich bisher nicht wie erhofft entspannt, sondern bleibt ein sehr kritisches geopolitisches Thema“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Das weitere negative Potential ist enorm und liegt weit über den angedrohten US-Zollsanktionen. Es betrifft zudem langanhaltende politische und militärische Bündnisse zwischen der EWU und den USA.“

Die Nervosität der Marktteilnehmer nehme deswegen weiter zu und äußere sich auch in weiter anziehende Edelmetallpreisen, die das Gold auf Rekordniveaus von 4.700 USD heben. „Aus Asien wurden die Handelsimpulse weitestgehend ignoriert und auch die Sitzung der Peoples Bank of China stellt lediglich eine Randnotiz dar“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1697 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8549 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,68 US-Dollar, das waren 26 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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