Sicherheitsgipfel nach tödlichem Angriff: Bahn berät über Bodycams und mehr Personal

Nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz reagiert die Bahn mit einem Krisentreffen.

Am kommenden Freitag findet nach Informationen der „Bild am Sonntag“ aus Teilnehmerkreisen in Berlin ein großer Sicherheitsgipfel statt, um Maßnahmen gegen die zunehmende Gewalt in Zügen zu beraten. Konkret soll es um eine Bodycam-Pflicht für Zugbegleiter, mehr Sicherheitspersonal in Zügen und den Schutz von Bahnhöfen gehen.

An dem Treffen unter der Leitung von Bahn-Vorstandschefin Evelyn Palla nehmen neben dem Management der Deutschen Bahn auch Vertreter der Bundespolizei, Gewerkschaften, Verbände sowie weiterer Eisenbahnunternehmen teil. Ziel ist eine spürbare Verbesserung des Schutzes für Personal und Fahrgäste.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der ebenfalls an dem Gipfel teilnimmt, sagte der „Bild am Sonntag“: „Ich begrüße die Initiative der Bahnchefin, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Nach dem schrecklichen Angriff auf einen Zugbegleiter müssen wir alles prüfen, um die Sicherheit zu verbessern.“ Schnieder verwies zudem auf die Rolle der Bundesländer: „Alle Vorschläge müssen auch mit den Ländern erörtert werden, da diese im öffentlichen Personennahverkehr die Sicherheitsanforderungen vorgeben.“

Hintergrund des Gipfels ist der Tod des 36-jährigen Zugbegleiters Serkan C., der Anfang Februar nach einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz niedergeschlagen worden war und kurz darauf an einer Hirnblutung verstarb.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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