Russland will laut Ischinger nicht zur MSC

Russland wird auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz erneut nicht vertreten sein – hat nach Ansicht von MSC-Chef Wolfgang Ischinger an einer Einladung aber auch kein Interesse. 2022 habe die russische Delegation wenige Tage vor Beginn des Krieges kollektiv abgesagt, aber Mitarbeiter der Botschaft hätten jederzeit die Möglichkeit, wieder ihr Interesse zu bekunden, sagte Ischinger am Montag der dts Nachrichtenagentur. Er höre von dort jedoch „keinen Mucks“.

Ischinger hofft trotzdem, dass die MSC in diesem Jahr einen „erheblichen“ Beitrag zur Lösung des Ukraine-Konfliktes leisten kann und es nicht bei „rhetorischen Beschwörungsformeln“ bleibt. Er wünsche sich, dass sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch bei Partnern wie Großbritannien oder Kanada „Impulse gesetzt werden, um zu zeigen, dass wir Europäer den Schuss gehört haben“. Er hoffe, dass es am Sonntag in den Berichten über die MSC heißt: „Da tut sich jetzt was, da geht man vom Sprücheklopfen zum Handeln über“, sagte Ischinger der dts Nachrichtenagentur.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz werden in diesem Jahr nach Veranstalterangaben über 200 Regierungsvertreter aus 120 Staaten erwartet, darunter über 60 Staats- und Regierungschefs. Entgegen dem in den letzten Jahren üblichen Ablauf wird mit Friedrich Merz (CDU) der deutsche Bundeskanzler die Konferenz am Freitag mit einer Rede eröffnen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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