Epstein-Akten: UN-Vertreterin pocht auf Einsatz für Frauenrechte

Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat den Umgang mit den Epstein-Akten kritisiert und mehr Schutz für die Opfer gefordert. „Neben unabdingbarer Aufklärung und dem Opferschutz sollten sich jetzt all diejenigen, die den Einsatz für Frauenrechte bisher als Gedöns abgetan haben, mal dringend hinterfragen“, sagte Baerbock dem Nachrichtenportal „T-Online“.

„Widerwärtig, erschreckend. Einfach alles daran“, sagte sie mit Bezug auf die in den Epstein-Akten aufgeführten Vorfälle. „Mädchen, so alt wie unsere Töchter, wurden aufs Schlimmste missbraucht, über Jahre trotz ihrer Aussagen im Stich gelassen“

Es gebe eine „Machtelite“, die sich mit Blick auf „kriminellen Kindesmissbrauch“ gegenseitig schütze, warnte die Grünen-Politikerin. „Das beeinflusst auch die globale Sicherheit, weil dahinter natürlich auch unglaubliche Erpressungspotenziale stecken.“

Baerbock sieht in dem Skandal einen weiteren Grund, warum gesellschaftliche Gleichstellung gestärkt werden sollte. „Je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto weniger anfällig ist man für Korruption, Amts-, Macht- und erst recht sexuellen Missbrauch“, sagte sie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Niedersachsen plant Bundesratsinitiative für besseren Schutz junger Influencer

    Das niedersächsische Sozialministerium will das Jugendarbeitsschutzgesetz reformieren, um Kinder und Jugendliche in sozialen Medien besser zu schützen. Sozialminister Andreas Philippi kündigte am Dienstag an, über den Bundesrat einen neuen Vorstoß…

    SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott fordert neue Erzählung für die Regierung

    Nach Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat auch der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW, Jochen Ott, Korrekturen am Erscheinungsbild der Sozialdemokraten angemahnt.Für die schwarz-rote Bundesregierung „brauchen wir eine Erzählung“,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert