Umfrage: Deutsche fühlen sich schlecht auf hybride Angriffe vorbereitet

Die Mehrheit der Deutschen sieht sich unzureichend auf hybride Angriffe vorbereitet. Das geht aus einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

Nur 15 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass ihr Haushalt gut auf solche Angriffe vorbereitet sei. Konkret halten nur zwei Prozent der Bevölkerung ihren Haushalt für sehr gut auf hybride Angriffe und ihre Folgen vorbereitet, weitere 13 Prozent für eher gut. Rund ein Viertel (27 Prozent) sieht sich eher schlecht vorbereitet und mehr als die Hälfte (55 Prozent) ist nach eigenen Angaben überhaupt nicht vorbereitet. Dabei planen immerhin 26 Prozent, Vorkehrungen zu treffen, 29 Prozent wollen dies aber auch künftig nicht tun.

Gleichzeitig erwarten 82 Prozent der Deutschen, dass es in Deutschland zu einer ernsthaften Krise infolge hybrider Angriffe kommen könnte. Rund zwei Drittel (64 Prozent) sehen aufgrund der Spannungen zwischen Russland und der Nato eine zunehmende Gefahr, knapp die Hälfte (49 Prozent) erwartet in den kommenden fünf Jahren sogar eine militärische Konfrontation zwischen Russland und der Nato.

Die Umfrage ergab zudem, dass 64 Prozent der Deutschen nicht ausreichend über Bedrohungen durch hybride Angriffe informiert sind. Große Angst haben die Menschen vor allem davor, dass Angriffe die Energieversorgung beschädigen oder lahmlegen (77 Prozent), 69 Prozent sorgen sich vor Ausfällen bei Banken und Versicherungen. Dahinter folgen Krankenhäuser und Ärzte (60 Prozent), die Wasserversorgung (58 Prozent) und die Lebensmittelversorgung (54 Prozent).

Etwas weniger als die Hälfte (47 Prozent) hat Angst vor Ausfällen bei Telekommunikation und IT, 41 Prozent bei der öffentlichen Verwaltung und 35 Prozent bei Transport und Verkehr. Schlusslichter sind die Abfallentsorgung (27 Prozent) sowie Medien und Kultur (22 Prozent).

Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.263 Personen ab 16 Jahren in Deutschland. Die Befragung fand im Zeitraum von der 51. Kalenderwoche 2025 bis zur 2. Kalenderwoche 2026 statt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CSU-Chef Söder stärkt Kanzler Merz den Rücken in Debatte um Entlassung von Schnieder

    CSU-Chef Markus Söder hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Debatte um die erwartete Entlassung von Patrick Schnieder (CDU) den Rücken gestärkt.„Ein Bundeskanzler muss Entscheidungen treffen, die sind gar nicht…

    Motorradfahrer bei Unfall in Zehdenick schwer verletzt

    Ein 57-jähriger Motorradfahrer ist am Freitagmorgen bei einem Verkehrsunfall in Zehdenick schwer verletzt worden. Die Polizei teilte mit, dass eine 29-jährige Fahrerin eines PKW Toyota von der Castrop-Rauxel-Allee auf das…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert