Evonik prüft Regressforderungen im US-Zollstreit bei zweistelligem Millionenbetrag

Der Essener Chemiekonzern Evonik erwägt im US-Zollstreit mögliche Regressforderungen.

„Natürlich überlegen wir, ob wir das noch machen werden“, sagte Evoniks Interims-Finanzchef Claus Rettig dem Podcast „Power and Policy“ von „Politico“. „Aber wir warten doch lieber erstmal ab, was die US-Regierung selber macht“, sagte er.

Rettig sprach von einem „kleineren zweistelligen Millionenbetrag“, den Evonik zurückfordern müsse. Evonik sei von Zöllen in den USA direkt nur begrenzt betroffen, weil ein großer Teil des Geschäfts vor Ort produziert werde.

Gleichzeitig räumte er ein, dass Evonik im Wettbewerb auch profitieren könne. „Natürlich haben wir tatsächlich auch positive Effekte von Produktionen, die wir in den USA haben, die jetzt tatsächlich durchaus, wo wir auch chinesischen Wettbewerb haben, dadurch schwächer geworden sind“, sagte Rettig.

Grundsätzlich bleibe Evonik aber Anhänger offener Märkte. Das Unternehmen werde immer „freien Welthandel, freien Wettbewerb, offene Märkte“ bevorzugen, so der Interims-Finanzchef.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax steigt dank fallender Energiepreise und Zinshoffnungen auf 25.464 Punkte

    Am Dienstag hat der Dax weiter zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss standen 25.464 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal und damit 0,4 Prozent mehr als bei Vortagesschluss.Für allgemeine Freude sorgten weiter…

    Umfrage: Knapp die Hälfte der Bundesbürger hält Carsten Linnemann als Gesundheitsminister für ungeeignet – Kabinettsumbildung stößt auf Skepsis

    Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stößt als designierter Bundesgesundheitsminister auf große Skepsis. Etwas weniger als ein Viertel der Befragten, nämlich 23 Prozent, hält ihn für dieses Amt geeignet, fast die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert