Merz stärkt USA und Israel nach Iran-Angriff den Rücken

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran klar hinter die Verbündeten gestellt

„Die Bundesregierung lässt keinen Zweifel daran, wie wir zum iranischen Regime stehen“, sagte er am Sonntag im Kanzleramt. Das Mullah-Regime sei ein Terrorregime, das verantwortlich sei für die jahrzehntelange Unterdrückung des iranischen Volkes. Diesem Regime seien allein bei den Demonstrationen über den Jahreswechsel Tausende Menschen zum Opfer gefallen. „Das Regime bedroht den Staat Israel in seiner Existenz und das Regime ist verantwortlich für den Terror der Hamas und der Hisbollah.“

Die Bundesregierung teile die Erleichterung vieler Iraner, dass dieses Regime jetzt „an sein Ende kommt“, so Merz. „Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört und die gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird.“ Die Militärschläge sollen das „zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden“. Das sei aber nicht ohne Risiko. Das Ausmaß der Gegenschläge sei noch unklar. Er forderte die Führung in Teheran auf, die „wahllosen Angriffe sofort zu beenden“.

Der Kanzler ergänzte, dass es unklar sei, ob es gelingen werde, durch Militärschläge von außen im Iran einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen. Die innere Dynamik im Iran sei nur schwer zu durchschauen. Die Bundesregierung ziehe aus der Aktion nüchterne Schlussfolgerungen für das eigene Handeln.

„Völkerrechtliche Einordnungen werden dabei relativ wenig bewirken“, fügte er hinzu. „Das gilt umso mehr, wenn sie weitgehend folgenlos bleiben.“ Appelle aus Europa, auch aus Deutschland, die Verurteilung iranischer Rechtsbrüche und selbst umfangreiche Sanktionspakete hätten über Jahre und Jahrzehnte wenig ausgerichtet. „Das hat auch daran gelegen, dass wir nicht bereit waren, grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Deshalb ist jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren“, sagte der Kanzler.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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