Ein mutmaßlicher Bahnsurfer hat am gestrigen Abend im Raum Greifswald und Züssow für erhebliche Störungen im Zugverkehr gesorgt. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Pasewalk mit.
Ein Bahnmitarbeiter hatte gegen 19:45 Uhr am Haltepunkt Greifswald/Süd beobachtet, wie sich eine Person auf dem Trittbrett einer Lok des Regionalexpresses 3317 festhielt.
Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Berlin sperrte daraufhin auf Anordnung der Bundespolizei die Gleise zwischen Züssow und Greifswald. Der Zug wurde im Bahnhof Züssow gestoppt.
Eine Streife suchte den Bahnhof ab, konnte die Person jedoch nicht finden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Bahnsurfer während der Fahrt abgestürzt war, fuhr ein Beamter im Führerstand eines anderen Zuges langsam und auf Sicht die Strecke zurück, ebenfalls ohne Ergebnis.
Die Sperrung dauerte bis 22:02 Uhr an und hatte massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr.
Insgesamt waren zehn Züge betroffen, es kam zu einem Teilausfall und zu Verspätungen von insgesamt 466 Minuten. Die Bundespolizei bittet Zeugen, sich zu melden.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

