Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Militarisierung der Gesellschaft ausgesprochen. Der friedenspolitische Sprecher Torsten Koplin sagte, dass die Diskussion um die Wehrpflicht angesichts der niedrigen Rekrutenzahlen der Bundeswehr eine bedrohliche Entwicklung für die junge Generation darstellt.
Er betonte, dass der Zwang, sich für den Militärdienst zu melden, einen Frontalangriff auf das Recht junger Menschen darstellt, selbst über ihr Leben und ihre Zukunft zu entscheiden.
Koplin kritisierte zudem, dass Schulen als Orte des Lernens nicht für Rekrutierungszwecke der Bundeswehr genutzt werden sollten. Er wies darauf hin, dass die Öffnung von Schulen für die Bundeswehr langfristig den Weg für Musterungsbescheide ebnen könnte.
Stattdessen fordert er, dass auch Vertreter von Friedensorganisationen in Schulen zu Wort kommen sollten, um eine ausgewogene Diskussion zu ermöglichen.
Abschließend forderte Koplin eine Politik, die jungen Menschen Perspektiven bietet, anstatt sie in Zwangsdienste zu drängen. Er plädierte für kostenlose Bildung, sichere Ausbildungsplätze und soziale Sicherheit, um eine friedliche und solidarische Gesellschaft zu fördern.
Der Protest der Schüler gegen die Militarisierung der Gesellschaft findet seine volle Unterstützung.
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