Selenskyj kritisiert Sanktionslockerungen für russisches Öl scharf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die anhaltende Lockerung der US-Sanktionen für russisches Erdöl scharf kritisiert.

„Die fortgesetzte Lockerung der Sanktionen gegen Russland spiegelt weder die tatsächliche Lage im Krieg noch in der Diplomatie wider und nährt die Illusion der russischen Führung, den Krieg fortsetzen zu können“, schrieb er am Sonntag beim Kursnachrichtendienst X. Allein in dieser Woche hätten die Russen über 2.360 Angriffsdrohnen, mehr als 1.320 Lenkbomben und fast 60 Raketen verschiedener Typen auf ukrainische Städte und Gemeinden abgefeuert.

Jeder Dollar, der für russisches Öl gezahlt werde, sei Geld für den Krieg, so Selenskyj. Mehr als 110 Tanker aus Moskaus Schattenflotte befänden sich derzeit auf See. An Bord seien über zwölf Millionen Tonnen russisches Öl, was aufgrund der Lockerung der Sanktionen wieder ohne Konsequenzen verkauft werden könne. Das seien zehn Milliarden Dollar – eine Ressource, die direkt in neue Angriffe auf die Ukraine umgewandelt werde. „Deshalb ist es wichtig, dass russische Tanker gestoppt werden und kein Öl in Häfen anliefern dürfen“, so der ukrainische Präsident. Die russischen Ölexporte müssten zurückgehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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