Die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke (Grüne) hat sich für eine stärkere Verankerung der polnischen Sprache im Schulalltag der Grenzregion ausgesprochen. Das teilte Lübcke nach einem gemeinsamen Spaziergang mit der Europa-Union Brandenburg und der Europa-Union Berlin durch die deutsch-polnische Doppelstadt Guben/Gubin mit.
Im Mittelpunkt des Austauschs mit regionalen Akteuren standen konkrete Projekte und die Frage, wie die Euroregion Spree Neiße Bober künftig noch enger zusammenwachsen kann.
Dabei ging es unter anderem um die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit durch gemeinsame deutsch-polnische Polizeiteams sowie um wirtschaftliche Perspektiven, insbesondere im Kontext neuer Industrieansiedlungen und der Entwicklung eines Net Zero Valleys.
Lübcke kritisierte, dass Polnisch in vielen Schulen, gerade im Grundschulbereich, keine Rolle spiele. „Wenn wir wollen, dass diese Region noch stärker zusammenwächst, dann müssen wir auch sprachlich stärker aufeinander zugehen“, sagte sie. Sie forderte eine entsprechende Verankerung im Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg.
Zugleich unterstrich sie die Bedeutung offener Grenzen für die Entwicklung der Euroregion.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

