Lauterbach warnt vor Sparpaket von Gesundheitsministerin Warken und befürchtet Verschärfung der Zweiklassenmedizin

Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor dem Sparpaket seiner Nachfolgerin Nina Warken (CDU). Er befürchte, dass die Reform die Lage für gering verdienende gesetzlich Versicherte verschärfe, sagte Lauterbach dem „Spiegel“.

Warkens Gesetzentwurf sieht Einsparungen im Gesundheitssystem in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro vor. Das Sparpaket soll weitere Beitragssteigerungen verhindern und Ende April vom Kabinett beschlossen werden.

Lauterbach sieht mögliche Kürzungen bei den Vorbeugeleistungen der Kassen kritisch. Zudem warnte er, der eine oder andere könnte auf nötige Behandlungen verzichten, wenn die Zuzahlungen steigen. „Was aber noch gravierender ist: Wenn die Budgets für Ärzte gedeckelt werden, ist die Gefahr groß, dass Mediziner ihre Sprechstunden für gesetzlich Versicherte verknappen und sich noch stärker auf Privatversicherte konzentrieren“, sagte Lauterbach. „Ich sehe die Gefahr, dass sich die Zweiklassenmedizin verschärft.“

Eine Kostenbegrenzung sei zwar richtig, so der Sozialdemokrat. „Sie muss aber mit einer Termingarantie bei den Fachärzten kombiniert werden, damit die gesetzlich Versicherten nicht benachteiligt werden.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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