Bundestagsvizepräsidentin Lindholz fordert Signal-Verbot auf Dienstgeräten nach Hackerangriff

Nach dem Angriff mutmaßlich russischer Hacker auf die Kommunikation hochrangiger Politiker fordert Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) Bundesregierung und Bundestag auf, die Nutzung des US-Anbieters Signal einzustellen.

Der „Bild“ (Montagausgabe) sagte Lindholz, Abgeordnete und Verwaltungen sollten vollständig auf den europäischen Messenger-Dienst Wire umsteigen. Dort würden Telefonnummern nicht offengelegt, E-Mail-Adressen seien nicht sichtbar, zudem sei das Sicherheitsniveau „wesentlich höher“, erklärte Lindholz.

Zugleich solle es ein Signal-Verbot geben. „Wir sollten über ein Signal-Verbot auf Dienstgeräten von Abgeordneten und Bundestagsmitarbeitern nachdenken“, sagte Lindholz. Nach ihrer Darstellung seien über Wire nicht nur die Nutzer selbst, sondern auch deren Kontakte besser geschützt. Der Bundestag stelle ihn für dienstliche Zwecke zur Verfügung. „Jetzt müssen es aber alle auch tatsächlich nutzen“, sagte die CSU-Politikerin zu „Bild“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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