Aiwanger signalisiert Bereitschaft für engere Zusammenarbeit mit der CSU

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat sich offen für eine engere Zusammenarbeit mit der CSU gezeigt. „Wir brauchen in Deutschland wie in Bayern ein politisches Angebot für liberal-wertkonservative Wähler, die konstruktive Politik wollen“, sagte er der Mediengruppe Bayern (Donnerstagausgaben).

Zuvor hatte das frühere CSU-Vorstandsmitglied Peter Gauweiler ein „Bündnis Freie Wähler/CSU“ ins Gespräch gebracht. Aiwanger erklärte, über die konkrete Ausgestaltung müsse noch gesprochen werden. „Der Wähler könnte sich darunter durchaus etwas vorstellen, aber die jeweiligen Parteien hätten Probleme bei der Umsetzung“, sagte er.

Realistischer sei das bereits in Bayern praktizierte Modell einer Zusammenarbeit. „Getrennt marschieren – gemeinsam schlagen“, so Aiwanger. Ziel sei es, der „zunehmenden Linkslastigkeit der Politik“ entgegenzuwirken, die seiner Ansicht nach zu mehr Proteststimmen an den politischen Rändern führe.

Der Freie-Wähler-Vorsitzende zeigte sich zugleich zuversichtlich, mit seiner Partei bei einer stärkeren strategischen Zusammenarbeit mit der Union auch bundesweit erfolgreich sein zu können. Die Freien Wähler könnten dann in allen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Bislang habe die Union seiner Partei jedoch „eher die kalte Schulter gezeigt“, sagte Aiwanger. Deshalb müsse man zugleich die eigene Stärke weiter ausbauen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Energiekrise: NRW-Verkehrsminister und Fahrgastverband fordern Aussetzung der Preiserhöhung für Deutschlandticket

    Angesichts der Energiekrise werden Forderungen laut, den Preis des Deutschlandtickets von 63 Euro vorerst einzufrieren, statt ihn zum 1. Januar 2027 zu erhöhen.„Die durch den Preisindex festgeschriebene Erhöhung des Deutschlandtickets…

    Abschiebungen aus Deutschland sinken erstmals seit fünf Jahren – Linke kritisiert Niveau

    Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist im ersten Quartal 2026 gesunken. Insgesamt mussten in den ersten drei Monaten dieses Jahres 4.807 Menschen das Land zwangsweise verlassen – 1.344 weniger…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert