Dax fällt am Freitag um 0,8 Prozent – Anleger verunsichert durch Nahost-Konflikt und Ölpreis-Schwankungen

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.460 Punkten berechnet, 0,8 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Investoren bleiben vor dem bevorstehenden Wochenende an den Seitenlinien und agieren sehr selektiv und vorsichtig“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Es sei derzeit keine Zeit, um den Helden zu spielen. Die Wendungen und Winkelzüge im Nahost-Konflikt erfolgten teilweise minütlich und machten es den Anlegern sehr schwer, die Lage nachhaltig und richtig zu beurteilen.

Das spiegele sich auch in den extremen Schwankungen bei den Ölpreisen wider und strahle dementsprechend auf die Aktienmärkte ab. „Im Dax stehen heute die defensiven Branchen im Fokus und davon profitieren die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care. Die anhaltende Euphorie im Halbleitersektor zieht auch heute die Aktie von Infineon nach oben. Abgeschlagen auf dem letzten Platz im Dax 40 liegt die Aktie von Rheinmetall, die einige negative Analystenkommentare hinnehmen muss“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1764 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8501 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.743 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,62 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 100,10 US-Dollar, das waren 121 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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