Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, hält es angesichts neuer billiger Drohnentechnologie für falsch, weiter gewaltige Summen für die Verteidigung freizugeben. Man solle „überdenken, ob es richtig ist, dass für Verteidigungsausgaben dauerhaft eine Ausnahme von der Schuldenbremse greift“, sagte der CDU-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).
Der Iran-Krieg habe gezeigt, dass die USA mit Raketen, die mehrere Millionen Dollar wert sind, Drohnen abschießen, die ein paar Hundert Dollar kosten. „Vielleicht ist die Zeit der sündhaft teuren Einzelgeräte wie Kampfjets und Panzer abgelaufen“, so Winkel.
Es habe den großen gesellschaftlichen Konsens gegeben, dass Deutschland verteidigungsfähig werden müsse – koste es, was es wolle. „Aber Verteidigungsfähigkeit darf nicht daran gemessen werden, wie viel Geld wir ausgeben“, sagte der CDU-Politiker.
Er forderte, bestehende Aufrüstungsprogramme zu überprüfen und zu schauen, „ob das alles wirklich nötig ist oder ob es nicht viel simplere Optionen gibt, die deutlich günstiger und vielleicht militärisch sogar noch schlagkräftiger sind“. Deutschland könne dabei viel von der Ukraine lernen, so Winkel. „Viel Geld hilft nicht zwingend viel.“
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