Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze: AfD-Mehrheit würde zu massiven Turbulenzen im ganzen Land führen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warnt vor den Folgen eines möglichen AfD-Durchmarschs bei der Landtagswahl im September. Die AfD versuche, eine absolute Mehrheit zu holen und die SPD aus dem Landtag zu drängen, sagte Schulze der „Rheinischen Post“. Wenn das passiere, werde es massive Turbulenzen im ganzen Land geben.

In Umfragen liegt die CDU bei 25 bis 26 Prozent, die SPD bei sechs bis sieben Prozent, die AfD bei 38 bis 41 Prozent. Er selbst liege „klar vorn – nach nur 100 Tagen im Amt“, so Schulze mit Blick auf die Ministerpräsidentenfrage. Es gehe um die Frage, wie Sachsen-Anhalt die nächsten fünf Jahre regiert werde, nicht um einen Denkzettel für Berlin, sagte er. Dafür kämpfe er um jede Stimme.

Zugleich betonte der CDU-Politiker, die AfD sei „längst kein reines Ost-Thema mehr“. Zur Frage, ob die Wahl zur Schicksalswahl für den Kanzler werde, sagte Schulze, die Bundespolitik beschäftige das Thema bereits spürbar: „Mehr muss ich sicherlich Richtung Berlin nicht sagen“ – auch mit Blick darauf, dass Sachsen-Anhalt ab Oktober 2026 Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz sei. Fragen zum CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken wies er zurück: „Mit solchen Fragen beschäftige ich mich aktuell nicht.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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