BSW kritisiert Reiches Beschäftigungsgarantie für PCK-Raffinerie

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die von Bundesministerin Katherina Reiche (CDU) angekündigte Verlängerung der Beschäftigungsgarantie für die PCK-Raffinerie bis Ende 2026 als zu wenig kritisiert. Die Landesvorsitzende des BSW in Brandenburg, Friederike Benda, teilte am Montag mit, die Garantie sei das Mindeste, was die Bundesregierung tun könne.

Schließlich habe die Politik der aktuellen und der vorherigen Bundesregierung die Raffinerie überhaupt erst in Gefahr gebracht.

Benda warf der Bundesregierung vor, mit den Sanktionen gegen Russland einen Wirtschaftskrieg vom Zaun gebrochen zu haben. Diese Politik habe in eine Sackgasse geführt, da Alternativen zur ausreichenden Öl-Versorgung über die Druschba-Pipeline noch nicht existierten.

Sollten sie irgendwann existieren, würden sie immer teurer sein als die Versorgung der vergangenen Jahrzehnte, so Benda. Dies sei nicht im Interesse der Brandenburger Bevölkerung, die bereits unter den hohen Energiepreisen leide.

Das BSW fordert Verhandlungen zur Rückkehr zu russischen Öl-Importen.

Die Zurückweisung aus der Bundespolitik, dass Ex-Kanzler Gerhard Schröder eine vermittelnde Rolle zwischen Russland, der Ukraine und der EU einnehmen könnte, bezeichnete Benda als unklug. Ein Versuch wäre es wert gewesen, um wieder ins Gespräch zu finden und absehbar wieder russische Öl- und Gaslieferungen zu ermöglichen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Karin Prien appelliert an GenZ-Proteste: „Lasst Euch nicht aufwiegeln!“ – Ministerin bietet Dialog an

    Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) appelliert an junge Menschen, die am Wochenende in großen Städten protestieren wollen, sich friedlich zu engagieren. „Seid laut. Engagiert Euch in Parteien. Aber seid nicht gewalttätig“,…

    IW-Studie: Anteil ausländischer Auszubildender seit 1999 auf 16,3 Prozent verdreifacht

    Jeder sechste Auszubildende in Deutschland hat keinen deutschen Pass. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe)…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert