Ex-Trump-Berater wirft Merkel leichtgläubigen Umgang mit Putin vor

Der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Herbert Raymond McMaster, hat der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, dass sie sich von Russlands Präsident Wladimir Putin lange habe täuschen lassen.

Er habe großen Respekt vor Merkel, sagte McMaster dem „Stern“. Aber sie habe sich von Putin sehr lange hinters Licht führen lassen – und dabei geglaubt, ihr könne es gelingen, ihn zurück in die internationale Gemeinschaft zu holen.

Auf die Gerüchte angesprochen, wonach die Ex-Kanzlerin für die Rolle einer europäischen Russland-Gesandten gehandelt wird, sagte McMaster, alle lernten dazu. Russlands Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 dürfte vielen eine Lehre gewesen sein.

McMaster war von Februar 2017 bis April 2018 Nationaler Sicherheitsberater unter Trump und erlebte damals den US-Präsidenten in Verhandlungen mit Putin. Putin überlege genau, wie er andere Staatschefs am besten manipulieren könne, auch Präsident Trump, sagte McMaster. Das sei kein Geheimnis. Erst habe er ihm geschmeichelt und gesagt, er wisse, wie schlecht Trump behandelt worden sei. Dann habe er gesagt, dass sie diesen Schmerz teilen. Als dritten Schritt schlage Putin meist große Deals vor, derer sich beide Seiten rühmen könnten. Kanzlerin Merkel habe er günstige Energie versprochen, damit das deutsche Wirtschaftsmodell erfolgreich bleibe, so der ehemalige US-Sicherheitsberater.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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