Dax rutscht nach kurzer Erholung wieder ins Minus

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem eher schwachen Start und einem anschließenden Ausflug in die Gewinnzone bis zum Mittag wieder in den roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.710 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, Merck und Infineon, am Ende die Commerzbank und Brenntag, die jeweils mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden.

„Die Investoren ignorieren weiterhin die schwächeren Indikationen aus der deutschen Wirtschaft, so auch heute in Form des Einkaufsmanagerindex, der den zweiten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die hohen Rohölpreise dämpften weiter die Stimmung in der Industrie.

„Trotz mutmachender Entspannungssignale aus Nahost findet der Rückgang der Preise nur in sehr langsamen Dosen statt. Auch weil sich die Kriegsparteien immer noch im Verhandlungsprozess befinden und über Mediatoren aus Pakistan kommunizieren“, so Lipkow. Zur Stunde sei vollkommen offen, ob es zu einem nachhaltigen Waffenstillstand zwischen beiden Parteien komme und wann dieser vollends vollzogen werden könne.

„Die guten Quartalszahlen von Nvidia verhelfen unterdessen auch den europäischen Konkurrenten aus dem Halbleitersektor zu weiteren Kursgewinnen“, sagte er Analyst. So befinden sich die Aktien von Infineon auf der Gewinnerseite.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1614 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8610 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,20 US-Dollar; das waren 87 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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