Deutsche Bank: Großaktionär Union Investment will gegen geplante Aufsichtsratsvergütung stimmen

Union Investment will auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank gegen die geplante Reform der Aufsichtsratsvergütung stimmen. Das sagte Fondsmanagerin Alexandra Annecke dem „Handelsblatt“.

Hintergrund ist eine geplante Satzungsänderung, über die die Bank auf ihrer Hauptversammlung abstimmen lässt. Danach soll die Vergütung der Aufsichtsräte steigen: Zum einen soll die Grundvergütung angehoben werden, zum anderen sollen Regeln entfallen, die bislang Extra-Zahlungen für die Leitung von Aufsichtsratsausschüssen begrenzen.

„Was uns stört ist, dass die Begrenzung der Ausschussvergütung für den Vorsitzenden aufgehoben werden soll“, sagte Annecke. Die Erhöhung der Basisvergütung wäre für die Fondsmanagerin in Ordnung, nachdem sie sehr lange nicht erhöht worden sei. „Aber die vollständige Aufhebung der Deckelung der Ausschussvergütung ist sehr großzügig bemessen und geht uns zu weit.“

Die Deutsche Bank verwies auf ihre Begründung, die sie im April mit der Einladung zur Hauptversammlung verschickt hatte. Die Bank argumentiert darin unter anderem, dass die aktuelle Vergütung des Aufsichtsrats international nicht mehr wettbewerbsfähig sei, weil das Institut sehr komplex sei und Aufsichtsratsmitglieder mit hoher Expertise benötige. Auch der Zeitaufwand für das Mandat sei hoch, außerdem sei die Leitung von Ausschüssen mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

Die Bank will die Erhöhung der Vergütung in ihrer Satzung regeln. Für Satzungsänderungen ist bei der Hauptversammlung eine Mehrheit von drei Vierteln des anwesenden Kapitals notwendig.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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