Antragsloses Kindergeld: Klingbeil verspricht mehr Zeit fürs Baby und weniger Bürokratie

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erwartet mit der geplanten Einführung des antragslosen Kindergeldes eine spürbare Entlastung für junge Familien.

„Wir wollen, dass das Kindergeld künftig ohne Antrag ausgezahlt werden kann“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Das bedeute mehr Zeit fürs Baby statt für lästige Bürokratie.

Eltern sollten nach der Geburt voll und ganz für ihr Baby da sein können, fügte der SPD-Chef hinzu. Niemand wolle sich zwischen schlaflosen Nächten mit unnötigem Papierkram herumschlagen.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung soll am Freitag erstmals im Deutschen Bundestag beraten werden. Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Kindergeld künftig automatisch ausgezahlt werden, sobald den Behörden alle notwendigen Daten vorliegen. Die Familienkasse prüfe zwar weiterhin den Anspruch, die dafür erforderlichen Informationen sollen jedoch künftig zwischen den Behörden ausgetauscht werden, sagte Klingbeil. „Der Staat nutzt die Daten, die er schon hat.“

Dadurch könnten nach Angaben des Finanzministers jährlich rund 300.000 Erstanträge entfallen. „Das spart Zeit, Geld und Nerven – auf allen Seiten“, so Klingbeil.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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