US-Pharmakonzern Eli Lilly streicht Hälfte der geplanten Milliarden-Investition in Abnehmspritzen-Werk in Alzey

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will seine ursprünglich geplante 2,3-Milliarden-Euro-Investition zur Herstellung von Abnehmspritzen im rheinland-pfälzischen Alzey halbieren. Das sagte Konzernchef Dave Ricks dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Der Konzern hat laut „Handelsblatt“ bereits mehr als eine Milliarde Dollar investiert. Die Inbetriebnahme des Hightech-Werks ist mit reduzierter Kapazität weiterhin für 2027 geplant. 500 der geplanten 1.000 Stellen sollen entfallen. Die für Deutschland gestrichenen Investitionen dürften nun nach Pennsylvania in die USA gehen – oder an einen komplett neuen Standort, der erst gebaut werden müsste, sagte Ricks. „Europa ist nicht komplett vom Tisch, aber die USA ergeben am meisten Sinn.“

Als Grund für die Entscheidung gilt das angekündigte Spargesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). „Deutschland wird bei der Unterstützung unserer Industrie auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen“, sagte Ricks. Er schließe nicht aus, neue Medikamente künftig nicht mehr in Deutschland einzuführen. „Wenn die Bedingungen einen Marktstart in Deutschland nicht ermöglichen, werden wir sehr transparent machen, warum wir so entschieden haben.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Widerstand in SPD-Fraktion: Hakan Demir sieht Dobrindts Anti-Vergesellschaftungsgesetz auf verfassungsrechtlich rutschigem Boden

    In der SPD-Bundestagsfraktion gibt es Vorbehalte gegen die Pläne von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), mit einem sogenannten „Investitionsschutzgesetz“ die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin zu verhindern. Wenn Dobrindt Vergesellschaftungen tatsächlich…

    Hofreiter fordert Bundeswehr-Einsatz gegen Russlands Schattenflotte in der Ostsee: „Die Schiffe können gebordet werden“

    Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), fordert den Einsatz der Bundeswehr gegen Russlands Schattenflotte in der Ostsee und drängt auf einen Bundestagsbeschluss als politische Rückendeckung. „Die Schiffe…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert