Die Polizei hat zwei Verdächtige im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz in Görlitz festgenommen, bei dem drei Menschen ums Leben gekommen waren.
Das sagte ein Sprecher der Polizei Görlitz am Sonntag dem MDR. Die Verdächtigen sollen am 18. Mai Rohrleitungen in dem Gebäude beschädigt oder manipuliert haben, was zu einer Gasexplosion führte. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoff-Explosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.
Nach Angaben der Polizei waren die beiden Männer am Tattag in mehreren Straßen von Görlitz unterwegs, um nach Diebesgut zu suchen. Sie interessierten sich insbesondere für Fahrräder, Schrott und Buntmetall. Es stehe fest, dass sie auch in dem eingestürzten Haus in der James-von-Moltke-Straße 21 waren. Was genau dort geschah, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Eine Untersuchung der Kellerräume konnte bisher nicht stattfinden, da die Trümmer noch abgetragen werden müssen.
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat führen könnten. Besonders gefragt sind Augenzeugenberichte und Aufnahmen von Überwachungskameras, die im Umkreis des Unglücksortes gemacht wurden. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
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