Potsdamer Verwaltung empfiehlt Gründung einer städtischen Wassergesellschaft

Die Landeshauptstadt Potsdam hat einen Vorschlag zur künftigen Organisation der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung vorgelegt. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel präsentierte den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung die Empfehlung des Verwaltungsvorstands, eine neue, 100-prozentig städtische Gesellschaft im Verbund der Stadtwerke Potsdam (SWP) zu gründen.

Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

Die neue Gesellschaft soll die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung künftig aus einer Hand organisieren und erbringen. Hintergrund ist die Kündigung des bisherigen Ver- und Entsorgungsvertrags zum 31. Dezember 2027. Ausschlaggebend waren veränderte rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Januar 2026, die eine Inhouse-Vergabe nicht mehr zulässt.

Die Verwaltung hatte verschiedene Modelle geprüft, darunter ein Einheitsmodell mit privater Minderheitsbeteiligung, favorisiert nun aber die vollständig kommunale Lösung.

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, erklärte, die neue Struktur verbinde kommunale Verantwortung mit vorhandenen Strukturen und sorge für mehr Transparenz bei den künftigen Gebührensatzungen. Die Beschlussvorlage soll am 24. Juni in den Hauptausschuss eingebracht werden.

Die endgültige Entscheidung der Stadtverordneten ist für September vorgesehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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