Bremens Bürgermeister: Rentenkommission fehlt Mut bei Beamten-Einbeziehung

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) kritisiert die Rentenkommission dafür, dass sie die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rente offenbar nicht verbindlich regeln will.

„Die Arbeit der Rentenkommission lässt sich erst dann seriös bewerten, wenn der endgültige Bericht vorliegt“, sagte Bovenschulte dem „Spiegel“. An einem Punkt scheine aber schon jetzt klar zu sein, dass die Kommission der notwendige Mut verlassen habe: bei der Einbeziehung weiterer Personengruppen in die gesetzliche Rentenversicherung.

Während die Kommission bei den Solo-Selbstständigen zu Recht Nägel mit Köpfen machen wolle, solle die Einbeziehung der Beamten offenbar auf die lange Bank geschoben werden, kritisierte der SPD-Politiker. Das wäre nicht akzeptabel. „Auch für neu ernannte Beamte braucht es einen verbindlichen Stichtag, ab dem sie in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden“, forderte Bovenschulte. Sonst drohe die historische Chance, das Zwei-Klassen-System in der Alterssicherung endlich abzuschaffen, verpasst zu werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundeswehr-Standort in Litauen: Regierung in Vilnius verweigert Schutz jüdischer Partisanenfestung

    Litauen lehnt den Wunsch der Bundesregierung ab, eine auf dem Gelände des geplanten Bundeswehrstandortes gelegene ehemalige Partisanenfestung aus dem Zweiten Weltkrieg zu erhalten. Das berichtet der „Spiegel“.Auf dem neuen Truppenübungsplatz…

    Zentralrat der Juden: Linke macht sich für Juden unwählbar

    Der Zentralrat der Juden distanziert sich von der Linken.Präsident Josef Schuster kritisiert die Partei für ihre Beschlüsse zum Nahost-Konflikt: „Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub“,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert