Größter Oderaltarm im Nationalpark Unteres Odertal wird wieder an die Oder angeschlossen

Der größte abgetrennte Altarm im Nationalpark Unteres Odertal wird wieder an das Hauptgewässer angeschlossen. Das teilte das Brandenburger Umweltministerium am Donnerstag mit.

Der sogenannte Welsensee bei Teerofenbrücke südlich von Friedrichsthal soll durch einen Durchstich wieder vollständig durchströmt werden.

Ziel der Renaturierungsmaßnahme ist eine permanente, beidseitige Anbindung des Altgewässers an die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße und die Poldergewässer. Dadurch sollen sich die Lebensraumbedingungen für auentypische Tiere und Pflanzen wesentlich verbessern.

Im Gewässer wurden unter anderem die Fischarten Rapfen und Steinbeißer nachgewiesen. Die Planung erfolgte in Kooperation zwischen der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Nationalparkverwaltung.

Die Bauarbeiten sollen nach Ende der Brutzeit beginnen und bis Ende September abgeschlossen sein.

Mit dem Projekt wird ein nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union besonders geschützter Lebensraum aufgewertet. Zudem entsteht eine neue Insel, die als ungestörter Rückzugsraum für Tiere wie Biber und Seeadler dienen soll.

Der Altarm war um 1910 mit dem Ausbau der Wasserstraße abgetrennt worden und zunehmend verlandet.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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