Grüne fordern ökologische Aufwertung der Oder

Die Brandenburger Grünen haben sich für eine ökologische Aufwertung der Oder und ihrer Nebenarme ausgesprochen. Das teilte die Partei nach einem Termin von Bundestagsabgeordneter Andrea Lübcke und Stadtverordneter Sahra Damus mit dem BUND Märkisch-Oderland in Küstrin-Kietz mit.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Kietzer Umfluter, das Wehr am Vorflutkanal sowie mögliche Maßnahmen im Bereich der Oderinsel und bei Gieshof.

Die Oder sei eine einzigartige Flusslandschaft und ein gemeinsamer Naturraum von Deutschland und Polen, so die Grünen. Die schweren Fischsterben der vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie verletzlich das Ökosystem sei.

Neben wirksamen Kontrollen von Industrieeinleitungen brauche es natürliche Rückzugsräume, angebundene Altwässer und Auen sowie eine bessere ökologische Durchgängigkeit. „Die Oder braucht mehr Raum zum Leben und zum Atmen. Naturnahe Nebenarme, Auen und Altwässer können Wasser länger in der Landschaft halten.

Sie schaffen Lebensräume und stärken den Fluss gegen Hitze, Trockenheit und Schadstoffeinträge“, sagte Lübcke.

Der BUND Märkisch-Oderland setzt sich dafür ein, den Kietzer Umfluter und weitere Bereiche der Oder in den Nationalen Wiederherstellungsplan zur EU-Wiederherstellungsverordnung aufzunehmen. Die Bundesregierung hatte auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion erklärt, dass die ökologische Aufwertung des Kietzer Umfluters, der Anschluss von Altwässern und ein naturnäherer Umbau des Stromregelungssystems geprüft werden. „Diese Prüfungen müssen jetzt transparent und mit konkreten Schritten vorangebracht werden.

Die Oder darf nicht allein als Wasserstraße betrachtet werden. Hochwasserschutz, Biodiversität und der Schutz vor Niedrigwasser gehören zusammen“, so Lübcke.

Sahra Damus ergänzte: „Für Frankfurt (Oder) und die gesamte Grenzregion ist die Oder weit mehr als eine Grenze. Sie prägt Landschaft, Erholung und Lebensqualität.

Deutschland und Polen müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und den Fluss dauerhaft besser schützen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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