Condor ist bei der Suche nach einem neuen Investor offen für Wettbewerber aus der Golfregion. Das sagte Condor-Chef Peter Gerber dem Magazin „Stern“.
„Natürlich muss man kein Prophet sein, um zu sagen, dass sich Condor wahrscheinlich an einem größeren Konglomerat andocken wird“, so Gerber. Da der zehnmal größere Marktführer Lufthansa aus wettbewerbsrechtlichen Gründen als Käufer ausscheide, rückten für ihn andere Anbieter in den Fokus. Es gebe auch noch die Airlines in der Golfregion wie Emirates, Etihad oder Qatar Airways. Das seien ebenfalls starke Anbieter, die sich nach den Erfahrungen mit den USA im Irankrieg vielleicht weniger abhängig vom Heimatmarkt machen wollten und auch offen für Partner aus anderen Regionen sein könnten. Zudem gebe es mit Turkish Airways einen Anbieter, der stark am Wachstum in Europa interessiert sei.
In der Coronakrise musste die Bundesregierung Condor mit einem Millionen-Kredit stützen. Seither hält der Staat 49 Prozent an der Fluggesellschaft und wird die Anteile wieder verkaufen müssen. Weitere 49 Prozent gehören dem britischen Finanzinvestor Attestor, der 2021 bei Condor eingestiegen war.
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