Ex-Beamter in China wegen Millionenkorruption zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Ostchina hat einen früheren Stadtbeamten zum Tode verurteilt. Der Mann soll über einen Zeitraum von 30 Jahren Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet rund 325 Millionen US-Dollar angenommen haben.

Der 69-Jährige hatte zwischen 1993 und 2023 verschiedene Ämter in Nanjing bekleidet. Er wurde zudem der Veruntreuung, des Machtmissbrauchs und der Geldwäsche für schuldig befunden. Die Summe seiner illegalen Einkünfte zählt zu den höchsten, die in den vergangenen Jahren in China aufgedeckt wurden. Unter anderem soll er im Gegenzug für Geld und Wertgegenstände lukrative Bauaufträge, Grundstücksgeschäfte und Finanzierungen verschafft haben.

Seit seinem Machtantritt hat Präsident Xi Jinping mehrere Wellen von Anti-Korruptionsinitiativen gestartet. Kritiker werfen ihm vor, diese auch zu nutzen, um politische Gegner auszuschalten. Todesurteile für Wirtschaftsdelikte sind in China nach wie vor selten, werden aber gelegentlich verhängt – meist in Fällen, in denen es um besonders hohe Summen geht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe steigt im Mai

    Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe in Deutschland ist im Mai 2026 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent gestiegen.Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von März bis…

    BUND kritisiert mangelnden Hochwasserschutz: Flüssen fehlt Raum für Überflutungen

    Nach Einschätzung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die Bundesrepublik auch fünf Jahre nach der katastrophalen Flut im Ahrtal weiterhin nicht ausreichend auf die zunehmenden Wetterextreme vorbereitet.Statt…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert