Flix-CEO Schwämmlein: Italo-Einstieg belastet DB – Flixtrain plant Hochgeschwindigkeitsnetz ab 2028

Flix-CEO André Schwämmlein sieht in einem möglichen Markteintritt der Privatbahn Italo keine Konkurrenz für Flixtrain, sondern vor allem ein Problem für die Deutsche Bahn (DB).

„Sollte Italo sich entscheiden, in den Markt zu gehen, wird dies sehr stark zulasten der Deutschen Bahn gehen“, sagte Schwämmlein dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Flix hingegen habe seit 2018 ein komplementäres Angebot zu dem der Deutschen Bahn aufgebaut.

Auch mit den 65 neuen Talgo-Zügen, die Flix für 2028 geordert hat, will Schwämmlein am Konzept günstigen Bahnfahrens festhalten und plant, diesen Markt deutlich zu vergrößern. Dazu solle auch die Zusammenarbeit mit dem Nahverkehr noch enger werden. „Wir wollen zig Millionen zusätzliche Passagiere auf die Schiene bringen“, sagte Schwämmlein. Ab 2028 werde Flix „ein Hochgeschwindigkeitsnetz auf Augenhöhe“ mit der DB anbieten.

Schwämmlein sagte mit Blick auf Italo weiter, die neue, von der Bundesnetzagentur vorgeschlagene Eigenbelegungsquote ermögliche Neueinsteigern keinen besseren Trassenzugang, sondern löse lediglich in Ausnahmefällen Konflikte. Der italienische Anbieter hätte sich besonders lukrative Trassen gerne über mehrjährige Rahmenverträge gesichert. Das hatte die Bundesnetzagentur jedoch abgelehnt. Anfang der 2030er Jahre solle es dazu eine EU-weite Regelung geben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hausärzteverband warnt vor Fiasko: Stopp der GKV-Reform gefordert

    Kurz vor der Abstimmung in Bundestag und Bundesrat dringen die Hausärzte auf einen Stopp der GKV-Reform.„Spätestens der Bundesrat muss diese Irrfahrt stoppen“, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der…

    Wohngeld-Reform: Städtetag befürchtet zusätzliche Belastung für Kommunen und kritisiert zu knappe Fristen

    Der Deutsche Städtetag fürchtet eine zusätzliche Belastung der Kommunen durch die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Manche Betroffene würden ohne die finanzielle Unterstützung wieder in die Grundsicherung fallen, und die Städte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert